|
Zähne sind uns eine Selbstverständlichkeit. Sie ergreifen und zerkleinern Nahrung. Sie sind Waffen. Sie haben soziale Funktionen und sie sind Sprechwerkzeuge.Doch wie die meisten anderen Organe unseres Körpers nehmen wir sie häufig erst bewusst wahr, wenn sie Unbehagen verursachen. Kaum jemand ahnt, welche großartige Entwicklungsgeschichte in ihnen steckt und welche genialen Produkte der Evolution sie sind.
Paläontologen erkannten fossile Zähne schon vor 200 Jahren als wichtige Informationsquelle für die Entwicklungsgeschichte der Wirbeltiere. Viele längst ausgestorbene Wirbeltiere, entdeckte man nur dank ihrer Zähne, die als einziger Teil des Tieres im Gestein über Jahrmillionen erhalten blieben. Die überwältigende Formenvielfalt fossiler und heutiger Zähne und Gebisse zeichnet einen langen Weg ständiger Anpassung und Verfeinerung der Funktionstauglichkeit im Nahrungserwerb und Nahrungswettbewerb nach.
Das Paläontologische Museum München präsentiert in dieser Ausstellung über Zähne Einblicke in deren Vielfalt und Entwicklungsgeschichte sowie eine erlesene Auswahl an Fossilien aus den Beständen der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie. Zahlreiche weithin unbekannte Aspekte rund um Zähne werden aufgegriffen: Erfahren Sie, dass nicht nur Wirbeltiere zahnartige Strukturen zur Nahrungsaufnahme entwickelten, wie die Natur ein ausgeklügeltes Organsystem bei den Wirbeltieren entstehen ließ, dass die ältesten „Zähne“ vor 500 Millionen Jahren keine Beißwerkzeuge waren. Die Ausstellung beantwortet außerdem die Fragen warum Zähne ein Erfolgsgeheimnis sind, wie Zähne gebildet werden, was Zahnschmelz ist, weshalb ein einmaliger Zahnwechsel kein Nachteil ist, warum Abkauung wichtig ist, wie Umweltbedingungen in Zähnen archiviert werden und vieles mehr.
Geöffnet ist die Ausstellung montags bis donnerstags von 8:00 bis 16:00, freitags von 8:00 bis 14:00 und jeden ersten Sonntag im Monat von 10:00 bis 16:00. Sie läuft vom 26. Juli 2010 bis zum 30. Juni 2011.
Zur Pressemeldung.
|